Die Geschichte des Faltrads - Folding bike history (Bromptonauten)

edited September 2018 in Rad Culture

Das Militär erkannte rasch den Nutzen des Fahrrades bei Erkundungs- und Truppenverlegungs-Aktionen. 1894 erlaubte das Preußische Kriegsministerium nach längerem Abwägen das Radfahren in Uniform - die Wendigkeit, Schnelligkeit der Soldatenverlegung und die geringe Geräuschentwicklung bei der Fortbewegung sind die Hauptursachen für diese Akzeptanz in der Truppe gewesen.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts besaßen offenbar sehr viele Soldaten einer Radfahr-Einheit ein eigenes Rad, das sie bei Manövern mitbrachten, um anschließend die Abnutzungskosten in Rechnung stellen zu können. Als dieser Trend überhand nimmt, veröffentlich das "Armee-Verordnungsblatt" eine "Cabinetsordre, die bestimmt, daß bei der Verwendung von Radfahrern für alle dienstlichen Zwecke während der Manöver nur die etatsmäßigen Dienstfahrräder benutzt werden sollen. Das Mitbringen eigner Räder und die Zahlung von 20 Mark Abnutzungskosten für deren Verwendung ist in Zukunft ausgeschlossen."

Als der Erste Weltkrieg ausbricht, bilden Fahrräder bereits eine ernstzunehmende Größe bei den Landstreitkräften. So verwundert es nicht, daß das Lauenburgische Jägerbatallion No. 9 auch über eine Radfahrer-Kompanie verfügt.

Source: http://www.kmrz.de/sonderausstellungsarchiv/2010_radfahren/2010_radfahren_c.htm

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