Der Konstrukteur Egon Rudolf

Rudolf ist das, was die Amerikaner einen Car Guy nennen. Als Kind boten ihm die Schulbücher und Hefte vor allem eine grenzelose Zahl an Blättern, um darauf Autos zu zeichnen. Das war eine Zeit, da der Privatbesitz eines Automobils nur sehr wohlhabenden Menschen möglich war und ein Fahrrad als teurer Wertgegenstand galt. Bei einem Schmied, der sich schließlich motorisiertem Gerät und Kraftfahrzeugen widmete, konnte Rudolf zuschauen, wie das geht, selbst herumprobieren: „Ich hab in viele Zylinder geschaut.“

Nach seinem Studium des Maschinenbaus an der Technischen Universität Graz mußte Rudolf nicht erst auf Jobsuche gehen. Der ganze Jahrgang wurde sofort engagiert. Viele gingen nach Deutschland, er ließ sich in Österreich halten. So kam er 1955 bei der Steyr-Daimler-Puch AG an Bord. Das hieß amtlich Werke Graz, doch in der Steiermark sagt man eigentlich nur Puchwerk.
1955: Der Prototyp Puch U 3, von dem nur die Motorhaube erhalten blieb. (Foto: Archiv Markus Rudolf)
1955: Der Prototyp Puch U 3, von dem nur die Motorhaube erhalten blieb. (Foto: Archiv Markus Rudolf)

Gab es zu unseren Lebzeiten je einen renommierteren Mischkonzern? Historiker André Pfoertner nenne die SDPAG einen „österreichischen Gedächtnisort“. Das bezieht sich im Steirischen vor allem auf Puchs Stammwerk in der heutigen Puchstraße und auf das Werk Thondorf, welches während der Nazi-Ära als Rüstungsbetrieb gebaut worden war.

Full article: https://austria-forum.org/af/Wissenssammlungen/Essays/Mobility/Im_Spiel_der_Veränderungsschübe

1974: Präsentation von Puch G Holzmodellen anläßlich einer Tagung in der Hofburg. (Foto: Archiv Markus Rudolf)


2018: Der Konstrukteur und vormalige Werksdirektor Egon Rudolf beim Fest zu seinem 90. Geburtstag im Stammwerk von Johann Puch. (Foto: Martin Krusche)

Picture source: https://austria-forum.org/af/Wissenssammlungen/Essays/Mobility/Im_Spiel_der_Veränderungsschübe

Sign In or Register to comment.