Das Fahrrad im Dienste des österreichischen Militärs (www.graz.radln.net)

edited May 1 in Rad Culture

Auf der Suche nach neuen Transportmöglichkeiten entdeckte auch das Militär das Fahrrad. In Österreich begann die Ära des Externe Verknüpfung Militärradfahrers 1882, als beim im Jahr davor eingerichteten k. u. k. Militär-Fecht- und Turnlehrer-Kurs in Wiener Neustadt unter Kommandant Oberstlieutnant Oskar Schadek von Degenburg Radfahren auf den Ausbildungsplan kam. Die erste Tour führte die Abteilung 1883 über den Semmering nach Mariazell und über den Lahnsattel zurück - 250 km in vier Tagen mit 20 Kilogramm Ausrüstung pro Mann.

Auch in den Folgejahren wurde die Steiermark von den Kursteilnehmern angesteuert: 1884 ging es nach Bruck an der Mur, über die Fischbacher Alpen nach Birkfeld und über Aspang retour, 1885 legten zwölf Offiziere die 157 km lange Strecke nach Graz in 12 Stunden zurück, immer noch auf Hochrädern (Achsenlager-Maschinen). In diesem Jahr erfolgte bei den Tullner Kaisermanövern auch der erste offizielle Einsatz im Felde. Weitere Touren führten wiederholt durch die Steiermark nach Triest sowie ins Salzkammergut (Juli 1888), wobei auf den 821 Kilometern Hoch- und Niederräder zum Einsatz kamen.

1890 absolvierte der Fecht- und Turnlehrer-Kurs eine Dauerfahrt von Wien nach Triest, von den 22 Offizieren und Unteroffizieren benutzten ein Teil Hoch- und ein Teil Niederräder. Die Tagesleistung betrug rund 100 km. Von Herbstmanövern der k. u. k. Armee im Raum Judenburg und Knittelfeld wird berichtet, dass bei der 11. Infanterie-Brigade erstmals Ordonanzen auf dem Rad - drei Unteroffiziere, darunter A. Brosch, Mitglied des Grazer Akademisch-technischen Radfahrvereins, vom 9. Feldjägerbataillon - zum Einsatz kamen.

In dieser frühen Zeit erscheint die Verwendung von Fahrrädern im Felde noch recht willkürlich, von Vorlieben einzelner Vorgesetzter und Radsportler von Rang abhängig. Die verwendeten Fabrikate waren Räder von der Stange, ihre Herkunft wird in den Berichten verschwiegen. Etwas detaillierter ist die Schilderung, die ein „Ordonnanzoffizier zu Rad“ 1893 von einer Waffenübung gibt, bei der er selbst ein „Meteor“ von Benedict Albl mit Triumph-Reifen verwendet. Noch immer waren Hochräder im Einsatz, wenn auch nur noch wenige. Vom Berichterstatter werden Fahrräder der Marken Puch, Dürkopp, Gebr. Reichenstein, Humber und Winkelhofer & Jänicke gesichtet.

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Styria Militärrad, Mod. 1894

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